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Jetzt gibt es Einlagen für Sandalen, Stiefel u. Pumps! Damit das Tragen von
hohen Schuhen leichter wird.
In den letzten Jahren hat sich die Anzahl der ärztlich verschriebenen Einlagen
verdoppelt.
Die Krankenkassen interessiert soetwas natürlich sehr und es ist einfach für sie solche
Trends aufzudecken, bezahlen sie ja doch einen Großteil davon. Vielen Fachärzten
genügen die Einkünfte durch ihren Kassenvertrag nicht.
Das frechste Beispiel dafür war der Besuch eines frisch zugelassenen orthopädischen
Facharztes der uns den Vorschlag machte, für alle Patienten die durch ihn zu uns kommen
würden, eine prozentuelle Beteiligung an allen Waren die gekauft werden würden zu
erhalten.
Es ist natürlich völlig illegal sogenannte Kickbacks zu verhandeln, trotzdem arbeiten
viele Ärzte, und Betriebe auf dieser Basis.
Es ist traurig berichten zu müssen, dass meist die Empfehlung eines Primars, oder
Oberarztes nur darauf basiert, wer ihm seine Empfehlungen besser enlohnt. Schwarz versteht
sich. Es ist weitverbreitetes, beinahe schon geduldetes Verhalten. Wer wurde vom Arzt noch
nicht gefragt: "brauchen`s a Rechnung"?
Viele Fachärzte betrieben aber noch weitere Gewinnmaximierung indem sie ihre Einlagen
selbst erzeugten. Das sieht dann so aus, dass ein mitspielender
Orthopädieschuhmachermeister, oder ein Bandagist, zweimal in der Woche vorbei kommt und
direkt beim Arzt Maß nimmt. Die Qualität der Arbeiten kann man sich ausmalen, ähnlich
wie im Wifi wo nicht die Besten lehren, denn die haben gar keine Zeit dazu, die haben alle
Hände voll zu tun in ihren Betrieben, sind auch diese "Aushilfs"
Einlagentechniker nicht gerade Garant für Qualität. Es muss schnell gehen, bei soviel
Beteiligten bleibt ja kaum etwas über. Die Menge macht es aus und so wird verschrieben
was geht, alles natürlich zum Wohle und zum Schutz des Patienten. Die Krankenkasse weiß
das natürlich auch und spart indem sie den Sebstbehalt erhöht. Es ist nicht neu, dass
nicht
das beste Medikament oder nicht der beste Heilbehelf verschrieben wird, es wird
verschrieben woran man am meisten verdient.
Weltweit gilt: "A built bed is a filled bed". Die Kassen reagieren
darauf pragmatisch. Der Zugang zu Medizinischen Leistungen muss erschwert werden. Weniger
Kassenärzte ist gleich weniger Leistungen, so manch einer wird es sich selbst bezahlen,
dafür muss er nicht lange im Wateraum sitzen. Die, die es sich leisten können, zahlen
ihre Beiträge für das Gesundheitsystem und lassen sich dann Einlagen "privat"
machen, die anderen kommen oft nach längerer Zeit und auf Umwegen z.B. bei uns vorbei und
wundern sich, dass sie nicht schon früher hergekommen sind.
Anhand des Devibrillators sieht man wie sich das System selbst festhält.
Nach Jahrzehnten ist es jetzt doch gelungen etwas gegen den plötzlichen Herztod zu tun,
auch in Österreich, obwohl die ganze Welt dieses Gerät schon lange zur Anwendung hatte.
Es war nur nötig das Gesetz zu ändern, hat aber lange gedauert. Heute kann man sich also
getrost von Jedermann retten lassen, bisher durften das ja nur ausgebildtete Ärzte,
warum weiß niemand.
Handel mit Verordnungen!
Vor nicht allzuzulanger Zeit informierte uns die Krankenkasse, dass illegaler Handel mit
Verordnungen betrieben wird. Verordnungen zum Bezug von orthopädischen Schuhen konnte man
also um 100 Euro kaufen! Es gibt nichts was es nicht gibt.
Ziemlich gut war auch ein Zeitungsinserat, mit dem Aufruf sich doch ein paar Arbeitsschuhe
auf Kosten der Krankenkasse anfertigen zu lassen, mit genauen Annweisungen was man beim
Arzt angeben sollte, um sich eine Verordnung ausstellen zu lassen. Es muss wohl ein
Insider gewesen sei, enthielt die Anzeige sehr genaue Angaben über die gängige Praxis
beim Arzt. Kaum einer sieht sich die Füße an, ja die meisten Stelle ihre Diagnose bei so
lästigen Dingen wie den Füßen durch den Socken hindurch.
Hier geht`s weiter, wie`s weiterghet; Der Schuhmacher in 50 Jahren - wird immer noch
eine Nähmaschine die Werkstätte zieren, wird es ihn überhaupt noch geben - oder wird
eine 3D Feäse, die Maßschuhe vom 3D Scanner maßschneidern?
Bei DALDOSCH wird es jedenfalls passieren.