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Die Weil Osteotomie
Schmerzen im und um das Metatarsophalangealgelenk nennt man Metatarsalgie.
Als eine der Ursachen
dieser Beschwerden gilt die Luxation des Gelenkes. Die dorsale Dislokation kann mehrere
Ursachen haben.
Sie kann akut durch traumatische Zerreissung der plantaren Platte
entstehen. Sowohl unspezifische Synovitis
als auch rheumatische Synovitis führen zu degenerativen Veränderungen der plantaren
Platte, die in der
Ruptur derselben enden. Modische Schuhe mit hohen Stöckeln, aber auch zu kurze Schuhe
(bedingt durch die
Überlänge eines Metatarsales), verursachen eine chronische Hyperextension im
Metatarsophalangealgelenk,
was wiederum zur Elongation und Zerreissung der plantaren Platte führt. Bei bestehendem
Hallux valgus
verursacht die Verdrängung der zweiten Zehe ebenfalls eine Schädigung der
stabilisierenden plantaren
Weichteilstrukturen. Als Therapie hat sich die Weil Osteotomie durchgesetzt.
Der Zugang für ein oder zwei Metatarsophalangealgelenke erfolgte über
einen in Längsrichtung verlaufenden,
ca. 4 cm langen, interdigitalen Hautschnitt. Nach Verlagerung der Strecksehnen wird die
Gelenkskapsel dorsal
eröffnet. Das Köpfchen des Mittelfußknochen wird dargestellt und es erfolgt eine
Osteotomie möglichst
parallel zur Bodenfläche mit Entnahme einer dünnen Scheibe. Nach Vollendung der
Osteotomie kommt es zu
einer spontanen Verschiebung des plantaren Fragments nach proximal. Die Lage des plantaren
Fragments wird
nun kontrolliert und entsprechend der präoperativen Planung genau eingestellt. Die
Fixation erfolgt mit einer
speziell für diese Operation entworfenen Twist off Schraube.
Narkose:
Operationen am Vorfuß werden allgemein in Leitungsanästhesie
durchgeführt. Dies bedeutet, dass der
Operateur gezielt jene Nerven des Fußes mit einem Lokalanästhetikum betäubt, die den
Schmerz
weiterleiten würden. Bei sehr nervösen Patienten wird zusätzlich noch eine Tablette zur
Vorbereitung
verabreicht
Nachbehandlung:
Die Patienten werden mit einem postoperativen Schuh für 4-6 Wochen
versorgt und können ab dem
1.Tag aufstehen. Die ersten 2 Wochen sollte der Fuß geschont, hochgelagert und Eis
appliziert
werden. Wöchentliche Verbandswechsel sind notwendig.
Komplikationen und Risiken
Infektion (< 2%), Nervenverletzung, Schwellung (bis zu 4 Mo),
verzögerte Knochenheilung, Thrombose,
Allergie, Mb. Sudeck, Korrekturverlust
Fusszentrum Wien, Univ. Doz. Dr. H.-J. Trnka, Dr. K.H. Kristen; Alserstraße 43/8d, 1080 Wien, Tel.:1- 480 85 93
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