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Hallux Rigidus
Unter einem Hallux rigidus versteht man die Einsteifung der Großzehe.
Dies entstand entweder durch ein
vorangegangenes Trauma mit direktem Schlag auf das Großzehengrundgelenk oder auch als
Folge
zunehmenden Arthrose des Gelenkes. Vor allem das Abrollen bereitet den Patienten
zunehmende
Beschwerden als auch Schmerzen. Typisch sind dorsale Knochenanlagerungen (Osteophyten)
am 1.Mittelfußköpfchen.

Cheilectomie:
Für leichte Hallux rigidus hat sich die Cheilectomie als Chance
Operation
bewährt. Wichtig ist darauf hinzuweisen, dass es sich um eine Chance für den
Patienten handelt mit dieser simplen Operation zum Erfolg zu kommen.
Es wird dabei über einen Hautschnitt der am Fußrücken in Höhe des
Großzehengrundgelenkes ein Abtragen der überstehenden Knochenränder
durchgeführt. Dadurch wird der Bewegungsumfang vergrößert, und der Schmerz
bei mechanischem Kontakt tritt nicht mehr auf.
Nachbehandlung:
Nahtentfernung nach 2 Wochen, sofortige Belastung, normale Sandale um Bewegung zu
verbessern.


Die Großzehengrundgelenksarthrodese:
Wenn die Arthrose des
Großzehengrundgelenkes stark fortgeschritten ist, kann das Gelenk nicht mehr erhalten
werden. Konträr zur allgemeinen Meinung besteht bei einer
Großzehengrundgelenksarthrodese keine
Behinderung des Patienten. Profifußballer (Herzog, Ehmann) haben damit ihre Karriere
fortgesetzt.

Nachbehandlung:
Bei guter Knochenqualität genügt ein postoperativer Schuh für 6
Wochen. Im Falle einer Re-Operation oder bei Osteoporose erfolgt
eine Gipsversorgung.


Die Operation nach Keller-Brandes:
Die Resektionsarthroplastik nach Keller und Brandes ist eine
Teilentfernung der Basis des Grundgliedes der
Großzehe. Dadurch wird Raum geschaffen und die Beweglichkeit wiederhergestellt. Als
Nachteil dieser
Operation ist der Umstand zu sehen, dass die Beugesehnen teilweise durchtrennt werden. Die
Abstoßfunktion
der Großzehe ist dadurch vermindert. Aus diesem Grund wird diese Operation bei jungen und
aktiven
Patienten nicht durchgeführt.

Über einen seitlichen Hautschnitt wird ein Teil der Basis des
Grundgliedes
der Großzehe entfernt. In den nun gewonnenen Raum wird ein Teil der
Gelenkskapsel als Stoßdämpfer eingeschlagen.
Nachbehandlung:
4 Wochen in einem postoperativen Schuh.
Komplikationen und Risiken dieser Operationen:
Infektion (<2%), Nervenverletzung, Schwellung (bis zu 4 Mo), verzögerte
Knochenheilung, Thrombose, Allergie, Mb. Sudeck, Korrekturverlust.
Fusszentrum Wien, Univ. Doz. Dr. H.-J. Trnka, Dr. K.H. Kristen; Alserstraße 43/8d, 1080 Wien, Tel.:1- 480 85 93
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Hallux Rigidus Operation