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Die Ludloff Osteotomie
Unter einem Großzehenballen, Frostballen oder auch Hallux
valgus genannt, versteht man eine Abweichung
der Großzehe im Grundgelenk nach kleinzehenwärts. Durch den Ruck im Schuh ist der Ballen
regelmäßig
entzunden. Enges Schuhwerk begünstigt bei entsprechender Veranlagung die Fehlstellung.
Nicht eine
Knochenanlagerung sondern das herausgetretene Mittelfußköpfchen bildet den Ballen
. Je nach
Ausprägungsgrad kommen verschiedene Operationsverfahren zur Anwendung.
Die Ludloff Osteotomie wird bei schweren Hallux valgus
Fehlstellungen verwendet.
Die Ludloff Osteotomie kombiniert eine knöcherne Korrektur mit einer Operation an den
Weichteilen
( Sehnen und Kapsel ). Hierfür sind 2 Hautschnitte notwendig. 1 Schnitt liegt am
Fußrücken zwischen 1.
und 2. Mittelfußknochen (Bild 1), der 2. Schnitt liegt über dem Ballen (Bild 2).

Als erster Schritt werden kontrakte Strukturen an der Gelenkskapsel
gelöst. Anschließend erfolgt die
minimale Abtragung des knöchernen Ballens, schräge Durchtrennung des Knochens, Rotation
des
dorsalen Fragments, und Fixierung mit zwei Schraube.

Narkose:
Operationen am Vorfuß werden allgemein in Leitungsanästhesie
durchgeführt. Dies bedeutet, dass der
Operateur gezielt jene Nerven des Fußes mit einem Lokalanästhetikum betäubt, die den
Schmerz
weiterleiten würden. Bei sehr nervösen Patienten wird zusätzlich noch eine Tablette zur
Vorbereitung
verabreicht
Nachbehandlung:
Die Patienten werden mit einem postoperativen Schuh oder einem Stiefel
für 6 Wochen versorgt und
können ab dem 1.Tag aufstehen. Die ersten 2 Wochen sollte der Fuß geschont,
hochgelagert, und Eis
appliziert werden. Wöchentliche Verbandswechsel sind notwendig.

Komplikationen und Risiken
Infektion (<2%), Nervenverletzung, Schwellung (bis zu 4 Mo),
verzögerte Knochenheilung, Thrombose,
Allergie, Mb. Sudeck, Korrekturverlust
Fusszentrum Wien, Univ. Doz. Dr. H.-J. Trnka, Dr. K.H. Kristen; Alserstraße 43/8d, 1080 Wien, Tel.:1- 480 85 93
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